Erkrankung symptomatisch behandeln

Eine Rotavirus-Durchfallerkrankung bei Säuglingen und Kleinkindern kann für Eltern und Kind eine äußerst belastende und in ihrem Verlauf unberechenbare Erkrankung sein. Deshalb ist eine schnelle Erkennung der Krankheitssymptome ganz besonders wichtig. In schweren Fällen sind mehr als 20 Brechdurchfälle innerhalb von 24 Stunden keine Seltenheit4

Bei leicht verlaufenden Fällen von Rotavirus-Durchfall ist eine häusliche Behandlung möglich. So wird dem Kind typischerweise Flüssigkeit, z.B. eine Trinklösung, gegeben, um den durch Durchfall und Erbrechen verursachten Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Schweres Erbrechen jedoch kann eine solche Flüssigkeitsgabe (orale Rehydrierungstherapie = ORT) schwierig gestalten bzw. unmöglich machen.

In schweren Fällen der Rotavirus-Durchfallerkrankung können durch Dehydrierung (Austrocknung) des Körpers schwere Komplikationen auftreten. Bei den betroffenen Säuglingen und Kleinkindern kann in diesem Fall eine Krankenhausbehandlung mit rascher Flüssigkeitszufuhr, z.B. durch Infusionen, notwendig werden.

Antibiotika helfen bei Rotavirus-Durchfallerkrankungen wie bei allen Viruserkrankungen generell nicht.

Rufen Sie ihren Arzt an, wenn Ihr Kind Zeichen einer solchen Durchfallerkrankung zeigt.



Priv.-Doz. Dr. Markus A. Rose, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin an der Universität Frankfurt am Main, zu seinen persönlichen Erfahrungen mit Rotaviren

Was sind Rotavirus-Impfstoffe und wofür werden diese angewendet?
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