Übertragungswege von Rotaviren

Der Kontakt mit Rotaviren lässt sich praktisch nicht vermeiden. Rotaviren sind weit verbreitet und hoch ansteckend, so dass sich nahezu jedes Kind in den ersten zwei bis drei Lebensjahren mit Rotaviren infiziert. Ihre hohe Widerstandsfähigkeit garantiert den Rotaviren darüber hinaus auch außerhalb des Körpers eine lange Überlebenszeit1.

WIE STECKEN SICH KINDER MIT ROTAVIREN AN?

Rotaviren breiten sich sehr schnell aus und können von einem infizierten Kind übertragen werden, bevor sich die ersten Krankheitssymptome zeigen. Das Virus wird über den Stuhl ausgeschieden und kann über eine Schmierinfektion mittels Hand-zu-Mund-Kontakt übertragen werden. Da Rotaviren über einen langen Zeitraum auf den Händen, harten Oberflächen sowie in Trinkwasser und Schwimmbädern überleben können, ist auch eine Infektion über die Nahrung oder Wasser möglich. Der Kontakt eines Kindes mit kontaminierten (mit Virus verschmutzten) Gegenständen und Oberflächen lässt sich daher kaum vermeiden1.

Rotavirus-Erkrankungen treten über das ganze Jahr auf, vorwiegend jedoch in der kalten Jahreszeit zwischen November bis April.

Achten Sie bei Ihrem Kind auf das plötzliche Auftreten von Durchfall, Fieber und anderen Symptomen einer Rotavirus-Erkrankung (PRG).

Rufen Sie den Arzt an, wenn Ihr Kind Zeichen einer solchen Durchfallerkrankung zeigt.

Eine Rotavirus-Infektion lässt sich nicht sicher verhindern. Sauberkeit und das Befolgen konsequenter Hygienevorschriften sind in Gemeinschafts- bzw. Betreuungseinrichtungen wie Kindergärten und Kindertagesstätten sowie in Haushalten mit kleinen Kindern wichtige Präventivmaßnahmen. Die meisten Seifen und Desinfektionsmittel sind weitestgehend unwirksam gegen das Rotavirus3

Bekämpfungsmaßnahmen gegen eine Ausbreitung der Rotavirus-Infektion:

  • Häufiges und gründliches Händewaschen, vor allem nach dem Toilettenbesuch
  • Reinigung von Oberflächen mit Desinfektionsmitteln auf Chlorbasis
  • Strikte Hygiene im Umgang mit verunreinigten Windeln

Bitte denken sie jedoch daran, dass die meisten Seifen und Desinfektionsmittel weitestgehend unwirksam gegen die Rotaviren sind. MEHR DAZU Lesen Sie hier mehr zum Thema Erkrankung symptomatisch behandeln.